Technik
UMTS/HSPA
Der mobile Weg ins Internet
Wie funktioniert UMTS und HSPA?
UMTS steht für "Universal Mobile Telecommunications System". Es hat sich als mobile Breitbandtechnik etabliert. Die entscheidende Innovation der UMTS-Technologie lag in der Bandbreite der genutzten Frequenzen von fünf Megahertz, die schnelle Datenübertragungsraten ermöglicht.
Bei UMTS werden zeitgleich innerhalb einer Funkzelle Daten in einer Bandbreite von fünf Megahertz übertragen. Die Funkzelle ist der Bereich um die Basisstationen, in dem das gesendete Signal empfangen und decodiert wird. Alle Teilnehmer teilen sich diese und können jederzeit auf Informationen zugreifen. Erhöht sich der Abstand zum Funkmast oder die Geschwindigkeit, sinken die Übertragungsraten.
Die derzeitigen Geschwindigkeiten des Datentransfers betragen 384 Kilobit pro Sekunde beim Download und 64 Kilobit pro Sekunde beim Upload. Damit erreicht UMTS zwar nicht die Übertragungsraten von modernen stationären Breitbandverbindungen, ist aber deutlich schneller als ISDN.
Inzwischen sind mit HSPA (High Speed Packet Access) und LTE (Long Term Evolution) noch leistungsfähigere mobile Breitbandtechniken verfügbar.
Zusätzliche Kanäle für Transport und Signalisierung erhöhen beim HSPA die Systemkapazität. Schnellere Modulationsarten und verkürzte Anforderungszeiten sind Optimierungen, um die Datenlast besser zu verteilen.
Das führt dazu, dass bei HSPA im Verhältnis zu UMTS eine bessere Auslastung der Kapazitäten, geringere Wartezeiten (Latenzzeiten) und höhere Geschwindigkeiten erzielt werden. Unter idealen Bedingungen sind beim Download bis 14,4 Megabit pro Sekunde, beim Upload bis zu 5,8 Megabit pro Sekunde erreichbar.
UMTS bzw. HSPA können über Handys und Laptopmodemkarten mit entsprechender Ausstattung genutzt werden. Diese suchen in der Regel bevorzugt nach dem schnelleren HSPA-Netz. Ist dieses nicht verfügbar, greifen die Endgeräte auf ein UMTS- oder GPRS-Signal mit geringerer Bandbreite zurück.
Wo ist UMTS bzw. HSPA verfügbar?
UMTS bzw. HSPA ist in allen großen Städten und Ballungsräumen verfügbar. 2010 betrug die UMTS-Netzabdeckung gemessen an der Bevölkerung in Deutschland zwischen 65 und 82 Prozent (Bundesnetzagentur Jahresbericht 2010).
In Regionen ohne leitungsgebundene Technologien sind UMTS bzw. HSPA als Alternative zur stationären Breitbandverbindung durchaus geeignet.
Welche Kosten fallen an?
UMTS- bzw. HSPA-fähige Handys oder Laptopmodemkarten sind in Verbindung mit Vertragslaufzeiten erhältlich. Die Kosten können sich aus einem Grundpreis und dem übertragenen Datenvolumen zusammensetzen. Im Grundpreis kann aber auch ein bestimmtes Volumen enthalten sein. Bei häufiger Nutzung empfiehlt sich eine Datenflatrate. Einige Anbieter ermöglichen die Nutzung auch ohne Grundgebühr und Vertrag. Die Abrechnung erfolgt dann mit einer Prepaidkarte nach Zeiteinheiten.