Technik
UMTS
Der mobile Breitbandweg ins Internet
Wie funktioniert UMTS?
UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) hat sich als bisher einzige mobile Breitbandtechnik seit 2004 etabliert und wird als Mobilfunkstandard der dritten Generation bezeichnet.
UMTS verwendet das so genannte WCDMA-Verfahren (Wideband Code Division Multiple Access). Bei WCDMA werden alle Daten innerhalb einer Funkzelle auf derselben Frequenz und zum gleichen Zeitpunkt übertragen. Alle Teilnehmer teilen sich daher dynamisch die Bandbreite einer Funkzelle und können jederzeit auf Informationen zugreifen. Erhöht sich jedoch der Abstand zum Funkmast oder die Geschwindigkeit, mit der das Handy bewegt wird, sinkt die maximale Übertragungsrate.
Die entscheidende Innovation der UMTS-Technologie liegt in der Bandbreite der genutzten Frequenzen von 5 Mhz, die schnelle Datenübertragungsraten ermöglichen. Derzeitige UMTS-Angebote erreichen zwar noch nicht die Geschwindigkeit stationärer Techniken. Mit 384 Kbit pro Sekunde beim downloaden und 64 Kbit pro Sekunde beim Upload ist UMTS jedoch bereits heute deutlich schneller als ISDN. Technisch ist sogar ein Ausbau bis zu zwei Megabit pro Sekunde möglich. Die Spitzengewschwindigkeiten werden jedoch nur in wenigen Gebieten wie Bahnhöfen oder Bürokomplexen erreicht werden können.
UTMS kann über ein UMTS-fähiges Handy und Laptopmodem-Karten genutzt werden. UMTS-Handys und Laptopmodem-Karten sind in der Regel so eingerichtet, dass diese bevorzugt nach einem UMTS-Netz suchen. Sollte kein ausreichender UMTS-Empfang gegeben sein, wird auf ein GPRS-Signal mit geringerer Bandbreite zurückgegriffen.
Wo ist UMTS verfügbar?
Noch ist UMTS nicht flächendeckend verfügbar, wird allerdings kontinuierlich ausgebaut. Größere Städte und Ballungsräume sind bereits heute gut versorgt. Als Ersatz für den Breitbandanschluss zuhause ist die Technik jedoch nur in Regionen ohne leitungsgebundenen Breitbandanschluss und bei geringerem Datenvolumen geeignet.
Welche Kosten fallen an?
UMTS-Handys sowie UMTS-Laptopmodem-Karten sind in Verbindung mit langfristigen Verträgen erhältlich. Die Nutzungskosten setzen sich zusammen aus einem Grundpreis und einem Preis, der sich in Abhängigkeit von der Nutzungsdauer oder dem übertragenem Datenvolumen errechnet. Im Grundpreis kann bereits ein bestimmtes Volumen enthalten sein. Bei häufiger UMTS-Nutzung empfiehlt sich eine Datenflatrate.
Einige Anbieter ermöglichen eine UMTS-Nutzung auch ohne Grundgebühr und Vertrag. Die Abrechnung erfolgt nach Zeiteinheiten.