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Technik

Kabel, Quelle: Pixelio/escapechen
© Pixelio/escapechen

Satellit

Mehr als eine Alternative für Regionen ohne Breitbandzugang

Wie funktioniert Internet über Satellit?

Neben den leitungsgebundenen Verfahren ermöglicht auch die Satellitentechnik einen Breitband-Zugang zum Internet. Bereits seit langem gibt es "unidirektionale" Lösungen, die eine Telefonleitung als Rückkanal nutzen. Noch jung und sehr verbraucherfreundlich ist die nächste Generation der Satellitendienste. Diese sendet den Rückkanal über Satellit und ist daher von anderen Netzen autark. Die Daten lassen sich unabhängig vom Standort mit der Satellitenantenne überall empfangen und senden. [Derartige Systeme werden in Deutschland seit 2007 von den Satellitenbetreibern SES Astra und Eutelsat über Vertriebspartner angeboten.]

"Unidirektionale" Lösungen, die als Rückkanal eine Telefonleitung benötigen, sind auf der Hardwareseite sehr kostengünstig. Benötigt werden ein TV-Satellitenantenne, ein DVB-Modem sowie eine Telefonleitung. Als ein Nachteil dieser recht weit verbreiteten Systeme galten bislang die zusätzlichen Telefonkosten.

Die neuen Internetsysteme setzen hingegen komplett auf den Satelliten. Nutzer benötigen neben einem PC und einer Zugangskennung zusätzliche Hardware. Zum rückkanalfähigen Internet gehören ein Satellitenmodem mit Ethernetschnittstelle, eine Satellitenantenne (je nach System Ø 67 - 106 cm) und ein interaktives LNB mit Sender und Empfänger (in die Antenne integriert). Die neuen Anlagen lassen sich schnell einrichten und mit dem PC über die Ethernetschnittstelle verbinden. Eine funktechnische Genehmigung o.ä. ist für den Betrieb der Anlage nicht erforderlich.

Neben dem Internetzugang sind bei dieser Lösung je nach Anbieter auch Telefonie (VoIP) und digitaler TV-Empfang möglich.

Wo ist Internet über Satellit verfügbar?

Zentraler Vorteil der Satellitentechnik ist, dass diese völlig unabhängig vom Standort in ganz Deutschland verfügbar ist. Sie eignet sich daher besonders für den Internetzugang in Regionen ohne bzw. mit unzureichender Breitbandversorgung. Beim Aufbau der Antenne muss der Nutzer nur beachten, dass keine Hauswände, Bäume oder ähnliches die direkte Ausrichtung auf den Satelliten behindern.

Welche Kosten fallen an?

Satelliten-Internet wird derzeit mit bis zu zwei Megabit pro Sekunde im Download angeboten. Dank neuer innovativer Techniken werden die Datenraten, bei sinkenden Preisen, im Laufe des nächsten Jahres auf bis zu 10 Megabit pro Sekunde steigen.

Dem Kunden stehen in Abhängigkeit von seinem Datenbedarf unterschiedliche Pakete zur Auswahl, die alle eine zeitlich unbeschränkte Nutzung erlauben. Bei Volumensüberschreitung erfolgt eine automatische Drosselung der Geschwindigkeit, um eine hohe Servicequalität für alle Nutzer zu garantieren.

Je nach Anbieter sind auch garantierte Bandbreiten oder andere Zusatzoptionen (z.B. Voice over IP-Telefonie) gegen Gebühr erhältlich. Hinzu kommen die Hardware-Kosten, welche wahlweise als einmaliger oder als monatlicher Betrag verrechnet werden. Die Installation kann theoretisch durch den Nutzer selbst erfolgen. Eine Installation durch den Fachmann wird jedoch empfohlen (Handwerkerrechnung ist u.U. steuerlich absetzbar).

Die Monatspreise (incl. Hardware) betragen derzeit, je nach Anbieter, bei einem 24 Monatsvertrag zwischen 25 EUR (1 mbps unidirektional) und 60-90 EUR (2 mbps rückkanalfähig). Vor allem rückkanalfähige Lösungen werden demnächst deutlich günstiger.



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