Technik
DSL
Unkompliziertes, günstiges Breitband-Internet für Jedermann
Wie funktioniert DSL?
Der Begriff DSL (Digital Subscriber Line, dt.: Digitale Teilnehmeranschlussleitung) bezeichnet Breitband-Verbindungen, die bestehende Telefonleitungen nutzen. Obwohl auch Zugänge über Kabel oder Satellit unter dem gleichen Begriff vermarktet werden, gehören sie nicht zu den "digitalen Teilnehmer-Anschlussleitungen".
DSL basiert darauf, dass das bestehende Telefonnetz durch die Sprachübertragung nicht ausgelastet. Die freien Kapazitäten und Frequenzen werden mit der DSL-Technik für die digitale Datenübertragung genutzt. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Varianten von DSL vor allem durch die Geschwindigkeit, mit der Daten übertragen werden. Kennzeichnend für die meisten DSL-Anschlüsse sind die unterschiedlichen Geschwindigkeiten beim Senden (Upload) und Empfangen (Download) von Daten. Für das Senden steht, technisch bedingt, eine geringere Bandbreite zur Verfügung. Geschwindigkeitsangaben der Hersteller beziehen sich in der Regel auf den Empfang. Die erreichbare Geschwindigkeit hängt auch von der Länge und Qualität der Kupferleitungen von der Verteilerstelle bis ins Haus ab.
Für den laufenden Betrieb von DSL sind ein Splitter zur Trennung von Sprachsignal und Datensignal sowie ein DSL-Modem notwendig. Ein sog. Router ermöglicht es, mehrere Computer anzuschließen.
Wo ist DSL verfügbar?
DSL kann im Prinzip jeder nutzen, der einen analogen oder ISDN-Telefonanschluss besitzt. Die Verfügbarkeit ist in dichten Ballungsräumen weitgehend flächendeckend. Angebotslücken in der DSL-Versorgung gibt es vor allem in Gebieten mit Glasfaserleitungen sowie in ländlichen Gebieten.
In der Praxis gibt es drei wesentliche Gründe dafür, dass heute noch nicht überall DSL angeboten werden kann:
- Leitungslängen - Die Verfügbarkeit von DSL ist abhängig von der Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle. DSL kann in der Regel nur bis zu einer Entfernung von gut 4 km zur nächsten Vermittlungsstation angeboten werden.
- Glasfaser - Gebiete, in denen statt eines Kupferkabels in den 90er Jahren eine Glasfaserleitung verlegt wurde, können nach derzeitigem Stand der Technik nur mit hohem Mehraufwand mit DSL versorgt werden. Teilweise werden diese Gebiete durch technische Änderungen Zug um Zug DSL-fähig ausgebaut.
- Wirtschaftlichkeit - Der Ausbau eines Hauptverteilers für die Nutzung von DSL ist mit hohen Kosten verbunden. Einige Hauptverteiler insbesondere in dünn besiedelten Regionen sind daher aus wirtschaftlichen Gründen bisher nicht angeschlossen.
Welche Kosten fallen für DSL an?
In der Regel werden Telefonanschluss und DSL-Zugang aus einer Hand bereitgestellt. Kleinere Anbieter vermarkten meist die Angebote großer Telefongesellschaften und sind somit mit deren Telefonangeboten kompatibel.
Die Kosten variieren je nach Anbieter und setzen sich aus einer Einrichtungs- und einer monatlichen Grundgebühr zusammen. Je nach Vertrag ist darin die unbegrenzte Nutzung (Flatrate), ein festgelegtes Datenvolumen oder eine begrenzte Transferzeit enthalten.